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LESUNG

Lesungen für mehr Mut in der Begegnung mit Alzheimer. Und im Erzählen der eigenen Geschichte.

Wenn ich aus „Pipapo – meine Mama hat ’nen Vogel“ lese, ist es keine klassische Buchlesung. Kein Monolog. Ich halte immer wieder inne und lasse die Worte wirken. Ich frage nach und höre hin. Um aus Gesagtem und Gehörtem einen Dialog zu gestalten.

Alzheimer als Tabu Thema in der Gesellschaft ist ein wichtiger Teil der biografischen Erzählung von Julia Kohler

Wenn ich aus meinem Buch lese, ist es jedes Mal ein kleines Überraschungspaket. Ich weiß nie, was mich erwartet. Wie meine Worte mit den Zuhörern resonieren. Um ehrlich zu sein, geht es bei meiner Lesung weniger um das geschriebene Wort und viel mehr um das, was zwischen den Zeilen steht. Um das, was du sonst nicht erfährst. Das kann manchmal ziemlich aufwühlend sein – für mich genauso wie für die Zuhörer. Eine Lesung aus meinem Buch ist intensiv und gnadenlos ehrlich.

Zielgruppe

Jugendgruppen & Schulen
Kulturbühnen & Cafés
Seniorenheime

Hand aufs Herz: Am liebsten lese ich für junge Menschen, die ersten Kontakt mit Alzheimer Angehörigen haben.

Ich selbst war in meinen Zwanzigern, als meine Mama erste Anzeichen der Krankheit zeigte. In meinen Dreißigern spitzte sich alles zu. Als sie starb, war ich vierzig.

Das Buch ist geschrieben für Jugendliche und junge Erwachsene. Eignet sich aber für alle, die das Thema interessiert. Egal wie jung oder alt.

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Name
Lesung
Wo soll die Lesung stattfinden?
Die biografische Alzheimer Erzählung von Julia Kohler wählt bewusst ein jugendliche frische Sprache.

Termine

Donnerstag, 16.04.2026 | 18.30 Uhr
Schöner Salon, Unterlimpach 5, 88693 Deggenhausertal

Samstag, 23.05.2026 | 15.00 Uhr
Café Anhängsel, Am Riedweg 10, 88682 Salem – Neufrach

Dienstag, 13.10.2026 | 18.00 Uhr
UFH Friedrichshafen

„Es war wirklich ein sehr schöner und gemütlicher Abend. Mit deinem Büchle triffst du einen mitten ins Herz und das hat sich auch in den Augen der Gäste wieder gespiegelt, es waren alle sichtlich gerührt.

Das Schöne an deiner schnörkellosen Wahrheit ist, dass man sich selber wieder finden kann und es so viele Situationen spiegelt, die man selbst schon erlebt hat.

Außerdem finde ich es unheimlich mutig von dir, dich jedes Mal deiner Vergangenheit aufs Neue zu stellen. Herzlichen Dank, liebe Julia, für diesen tollen Einblick.“

„Vielen Dank für Ihre ehrlichen Worte. Ich finde es sehr mutig, dass Sie so offen über Ihre Geschichte sprechen. Das ist ja auch sehr intim. Mir als Angehörige tut das sehr gut.“

„Sehr, sehr schönes Erlebnis. Emotional … schön.“

„Über das Thema Alzheimer wird oft das Deckmäntelchen der Verschwiegenheit ausgebreitet. Dennoch ist das Interesse am Thema groß, wie sich bei der Lesung von Julia Kohler zeigte. Die Autorin stellte vor zahlreichen Gästen ihr Buch „Pipapo – meine Mama hat ‘nen Vogel“ in der Tagespflege des Franziskuszentrums Friedrichshafen der Stiftung Liebenau vor. […] Die Anwesenden lauschten berührt der ungeschönten Geschichte und gingen mit eigenen Erfahrungen mit ihr in den Austausch.

Julia Kohler wählte für die Veranstaltung ein besonderes Format. Zum einen überließ sie es fünf Gästen per Los, welche Episoden sie lesen würde. Außerdem ermutigte sie das Publikum zum Dialog, was intensiv angenommen wurde. […] . Die Anwesenden waren sich einig, dass jede Situation mit der Erkrankung eine ganz individuelle ist und dankten der Autorin für ihre ungeschminkte Offenheit.“