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Über mich

Über mich und meine Mission, dem Alzheimer mit Mut zu begegnen.

Das sagte eine ältere und sehr adrette Dame bei einer meiner Lesungen zu mir und bedankte sich für meine ehrlichen Worte. Sie fühlte sich ertappt, vertraute sie sich mir an. Und: Wissen Sie, mir geht es wir Ihrer Mutter – ich vergesse Worte und Begriffe und es wird langsam schlimmer.

Ich bekam Gänsehaut. Welch Mut legte die Dame an den Tag! Mut, weil sie als Betroffene zu einer Lesung über Alzheimer geht. Und Mut, weil sie ihre Geschichte mit mir geteilt hat. Genau das sind die Momente, in den ich die Wichtigkeit meiner Mission erkenne:

Ich will, dass es keine Tabus und keine Berührungsängste mit dem Alzheimer mehr gibt. Ich will, dass mit Alzheimer in unserer Gesellschaft so normal umgegangen wird, wie mit einem Schnupfen. Mir ist klar, dass ich nicht die ganze Gesellschaft mit einem Schlag verändern kann. Aber ich kann dich und jeden einzelnen bestärken, dem Alzheimer mit Mut zu begegnen.

Über mich und meine Leidenschaft, dem Alzheimer eine Bühne zu geben.

Kaum verwunderlich, dass es mir die Schauspielerei angetan hat. Schon während meiner Schulzeit war ich in der Theatergruppe und machte beim jährlichen Krippenspiel in unserer Kirche mit. Später besuchte ich zahlreiche Kurse und Workshops, nahm Gesangsunterricht und absolvierte eine Ausbildung zur Theaterpädagogin.

Die Faszination der Bühne hat mich nie ganz losgelassen. Und ich wollte mehr. Ich schrieb mich an der Sprecherakademie in München ein. Wollte auf die Schauspielschule. Aber, leider, kam meine Bewerbung zu spät – ich war schon zu alt für die Aufnahme an einer staatlichen Schule. Für ein private fehlte mir das Geld. Also suchte ich nach einem guten Schauspieler in der Gegend, fand Bernd Wengert in Konstanz und buchte beim ihm ein individuelles Schauspieltraining.

Meine Brötchen habe ich allerdings nie mit dem Bühnendings verdient. Zwar schon mit meinen Worten, aber den geschriebenen. Knapp dreißig Jahre lang war ich in verschiedenen Firmen für die Unternehmenskommunikation zuständig und entwickelte jeweils eine eigenständige Tonalität, die als Erkennungszeichen der Marke galt. Mein wahrscheinlich angeborenes Talent, mit Worten zu jonglieren, vertiefte ich auf dem Meisterkurs an der Texterschmiede in Hamburg.

Mit 45 Jahren habe ich mein erstes Buch geschrieben, das war 2020. Jetzt weißt du auch, wie alt ich bin. Und mit dem Buch entstand die Idee, das Thema Alzheimer auf die Bühne zu bringen – und meine beiden Leidenschaften zu vereinen.

Noch ein Insider für dich: Bei mir dreht sich alles um das Wörtchen „lieb“. Meine eigenes Ding hier nenne ich liebwort. Die Schreinerei, die ich mit meinem Mann führe, heißt liebwerk. Und wohnen tun wir in unserem umgebauten Bauernhaus, dem liebhof.

Dann melde dich bei mir und lass uns quatschen!

Herzlichst,
deine Julia



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